Die Versöhnungskapelle ist das erste große öffentliche Neubauprojekt in Stampflehmbauweise seit über 150 Jahren in Deutschland. Der Stampflehmbau ist Lehmbau in seiner ursprünglichsten Form. Ein wichtiger Grund für die Wiederbelebung der alten Bautechnik liegt in der ästhetischen und architektonischen Ausdruckskraft der schweren und großen Stampfbauteile, welche in der Regel unverputzt bleiben. Eine Regenwassersammelanlage und der Verzicht auf eine Heizung in der Kapelle runden das ökologische Konzept ab.
Auf dem Gelände der heutigen Versöhnungskapelle stand bis 1985 die Versöhnungskirche, das Grundstück befindet sich an der Bernauer Straße. Durch die Teilung der Stadt gehörten die Häuser der Südseite zu Ostberlin. Bereits der Fußweg davor an der Bernauer Straße war Westberliner Gebiet. Die Folgen der Berliner Mauer hier besonders drastisch zu spüren. Die damalige Versöhnungskirche befand sich somit auf dem Todesstreifen und wurde, zwecks der besseren Übersichtlichkeit 1985 vom DDR Regime gesprengt. Nach der Wende wurde ab 1997 dort die Versöhnungskapelle errichtet.
Auf Grund der historischen Bedeutung der Kirche ist sie Teil eines Dokumentationszentrums, in dem regelmäßig Ausstellungen stattfinden und nach Absprache Führungen angeboten werden.
Öffnungszeiten: Di-So von 10-17 Uhr
Versöhnungskapelle an der Bernauer Straße
Bernauer Strasse 4
10115
Berlin Mitte
Tel: 030 / 46 36 034
FAX: 030 / 46 44 755
e-mail:
PR@kapelle-versoehnung.de
Verkehrsanbindung: U8 bis Bhf. Bernauer Strasse
Weitere Informationen unter:
www.kapelle-versoehnung.de